Kontakte

Routenplaner

Kontaktdaten

Zelená brána, Zelenobranská
530 02 Pardubice

Provozovatel
Kulturní centrum Pardubice
náměstí Republiky 1
Pardubice, 530 02
IČ: 000 85 286
info@kcpardubice.cz
www.kcpardubice.cz

Zřizovatel
Statutární město Pardubice
Pernštýnské náměstí 1
530 21 Pardubice
posta@mmp.cz
www.pardubice.eu

Kontaktní osoba
Soňa Oberreiterová
tel.: (+420) 777 922 909
mazhaus@kcpardubice.cz

Grünes Tor
Pardubice

Öffnungszeit

Mai, Juni und September
Dienstag–Sontag  10.00–17.00
Juli–August
Montag–Sontag 10.00–17.00 
April und Oktober
Samstag–Sontag 10.00–17.00
November und Dezember
Samstag–Sontag 10.00-17.00

Mittagspause 12.00-13.00

Eintrittspreis für die
Dauerausstellungen
und Aussichtsturm

Erwachsene 20 CZK / Kinder 15 CZK

Geschichte

Das Grüne Tor (Zelená brána) stellt eine der bekanntesten Dominanten von Pardubitz (Pardubice) dar und zusammen mit dem Schloss dominiert es dem historischen Stadtkern. In Wirklichkeit handelt es sich um zwei Objekte - ein Tor und einen Turm, der ungefähr 60 m hoch ist. Beide Objekte werden aber gewöhnlich zusammen wahrgenommen und haben auch eine gemeinsame Benennung.

Die Entstehung des Grünen Tores hängt mit der Befestigung der Stadt zusammen. Über seine Anfänge wissen wir aber sehr wenig. Pardubitz wurde zum feudalen Städtchen irgendwann zwischen den J. 1332–1340, aber man glaubt nicht, dass man hier gleich mit dem Bau einer Steinmauer angefangen hat. Solch ein Privileg erhielten nur königliche Städte, und das war die Stadt Pardubitz nicht. Die Zeit der großen Entwicklung von Pardubitz kam erst nachdem die kleine und verschuldete Herrschaft im J. 1491 Wilhelm von Pernstein (Vilém z Pernštejna) kaufte und zu der kurz davor gewonnen großen Herrschaft des Kunetitzer Berges (ursprünglicher Besitz des Klosters Opatowitz und Sezemitz) anschloss. Die bis dahin wenig bedeutende und wirtschaftlich nicht sehr entwickelte Stadt Pardubitz wurde von Wilhelm von Pernstein (Vilém z Pernštejna) (aus Gründen, die man hier nicht weiter ausführlich angeben kann) zum Zentrum des errichteten Großgrundbesitzes und auch zur aristokratischen Residenz gewählt. Diese sollte damals eine der einflussreichsten und wohlhabendsten Adelsfamilien des Landes repräsentieren. Wilhelm von Pernstein (Vilém z Pernštejna) begann damals den Organismus der Stadt umzugestalten und trat unverzüglich einen großzügigen Umbau an. Paradoxerweise beeinflusste die Intensität des Ausbaus positiv der große Brand der Stadt Pardubitz im J. 1507. Mit der Verwandlung der Stadt war auch das Errichten einer sehr guten Befestigung verbunden. Ob dabei damals die Pernsteiner Baumeister wenigstens zum Teil an eine ältere Konstruktion anknüpfen konnten, wissen wir nicht; genauer gesagt: wir wissen darüber immer noch nichts Nachweisliches.

Die Pernsteiner „Stadt im Befestigungswerk“ schützte rundherum ein Erdwall auf deren Krone eine Steinmauer stand, die mit einem Außenrundgang für die Verteidiger beendet war. An den Ecken des Stadtgebietes hatte der Wall die Form von halbrunden Ausläufen (Rondellen) und dort hatten anscheinend die Kanonen ihre Standpunkte.  Zur Verstärkung der Abwehr ragten an einigen Stellen Bollwerke aus der Stadtmauer. Am Fuße des Walles stärkte die Befestigung noch ein weiterer, niedrigerer Streifen einer Stadtmauer und vor ihm breitete sich vom Westen und Süden ein Wassergraben aus (heutzutage Jahnstraße und Platz der Republik); bei der östlichen Seite floss der Fluss Chrudimka und im Süden schützte die Stadt die Burg (das Schloss) und die Elbe. 

In die Stadt konnte man im Prinzip nur durch zwei Tore gelangen. Durch das heutige Grüne Tor und das Weiße Tor, das sich in der heutigen Straße der hl. Agnes von Böhmen befand. Über deren Abriss wurde in der Hälfte des 19. Jahrhunderts entschieden. Heute erinnert an das Tor nur noch eine unauffällige Bronzegedenktafel dort, wo das Weiße Tor ursprünglich stand. Welche Gestalt das Tor an der Stelle des heutigen Grünen Tores nach dem Umbau der Stadt hatte, der durch Wilhelm von Pernstein (+ 1521) umgesetzt wurde, wissen wir nicht genau. Wahrscheinlich handelte es sich um ein wesentlich niedrigeres Bauwerk, ein wohl nur zweistöckiges; vielleicht hatte es ein pyramidenförmiges Dach und irgendein Vortor. Man nannte es damals noch nicht Grünes Tor, sondern „Prager“ Tor, weil von hier aus ein Weg über die „Lange“ oder auch „Prager“  Vorstadt, die heutige Friedenstrasse (Třída Míru), in Richtung Prelauc (Přelouč) und weiter über den Kuttenberg (Kutná Hora) nach Prag führte.  

Im J. 1538 erlitt Pardubitz einen weiteren verheerenden Brand – angeblich blieben nur sieben Häuser unbeschädigt. Wilhelms Sohn Jan von Pernstein fing mit einem neuen großzügigen Umbau der Stadt im Stil der damals modernen Renaissance an. Bis ins J. 1542, als sich der Umbau von Pardubitz schon seinem Ende zuneigte, wurde auch das Prager Tor einer radikalen Verwandlung unterzogen. Seine neue Gestalt dokumentierte im J. 1602 in der ältesten erhaltene Abbildung von Pardubitz der Kunststecher Jan Willenberg. Das einstöckige Tor wurde durch eine Attika mit Frührenaissance- und für Pardubitz typischen Bogen beendet. Hinter ihr wurde ein hoher Turm erbaut (vielleicht knüpfte er an das ursprüngliche Tor aus der Zeit von Wilhelm von Pernstein an). Jans Baumeister Jiřík Olomoucký ließ den Turm mit einem eindrucksvoll gegliederten Dach mit 8 Türmchen verzieren, einer hohen Pyramide in der Mitte, vergoldeten Mohnköpfen, Fahnen und einer Sonne. Das Dach ließ er mit einem Kupferblech bedecken, das in die Ferne Gold schimmerte und angeblich die Redewendung „glänzt wie der Turm von Pardubitz“ entstehen ließ. Durch den Oxidationseinfluss wurde das Blech aber mit der Zeit grün, und deswegen fingen Menschen an, die bis heute beibehaltene Benennung „Grünes“ Tor zu benutzen.   

Das Tor von jeder Burg, als auch ein Stadttor stellte immer einen neuralgischen Verteidigungspunkt dar. Deswegen wurde dort die Befestigung in der Regel durch verschiedene konstruierte Vortore oder Vorburgen gestärkt. Wie das Vortor in Pardubitz aussah, sehen wir teilweise auf der erwähnen Willenberger Zeichnung aus dem J. 1602. Vor dem Tor befand sich ein trockener Graben mit einer Fallbrücke und ein Weg, der von beiden Seiten durch eine Stadtmauer abgegrenzt war und sich absichtlich krümmte, danach führte er noch über zwei weitere Tore, bis man zur Brücke über den Wassergraben gelangte, der die Stadt, die von den Stadtmauern umgeben war von der Vorstadt trennte. Dieses Vortor verschwand definitiv gemeinsam mit einem Großteil der Stadtbefestigung nach dem J. 1776. An dessen Stelle wurden damals die Gebäude der sog. Reiterkasernen (hauptsächlich Pferdeställe) errichtet. Diese wurde die Stadt erst am Ende des 19. Jhd. los und erst nach dem J. 1910 konnte die Stadt auch zu dem erhofften zuschütten des Wassergrabens beitreten. Das eigene Tor beim Turm nannte man damals ab und zu ungenau „Vortor“, aber ein gewöhnlicher Besucher wir die Objekte als ein Objekt, das „Grüne Tor“, wahrnehmen.  

Kehren wir noch zur Funktion des Grünen Tores zurück! Von dem Turmrundgang überwachte die Sicherheit in der Stadt ein Nachtwächter (Turmwächter der vor Gefahr warnte) und in einer bestimmten Zeit (bis zum dreißigjährigen Krieg) auch ein Türmer (Trompetenbläser), diese unterhielten mit ihrer Kunst oft die Bürger der Stadt. Den beliebtesten Türmern (Turmbläsern) gelang es damit ein anständiges Vermögen zu verdienen. Vom Turm aus wurde auch die Zeit gemeldet und vor allem die „Polizeistunde“, in der die Schenkhäuser schließen sollten: zu Zeiten von Wilhelm von Pernstein um 20 Uhr (!). Im 18. Jhd. ertönten vom Turm zum Ende des Tages Lieder zur Feier des hl. Florians, Schutzpatron vor Bränden, eine gewisse Zeit lang angeblich auch zur Feier des Stadtpatronen, des ersten Prager Erzbischofs Ernst von Pardubitz (Arnošt z Pardubic).  

Der Turm bewältigte eine Reihe von schwierigen Proben. Im J.  1653 brannte der unweit vom Tor stehende Glockenturm nieder und der Stadtrat beschloss die Glocken auf den Turm zu hängen, und somit fing man hier an zu läuten. Dem statischen Stand des Turmes tat es sicher nicht gut. Nach einem Maisturm im J. 1661 konstatierte der Stadtschreiber in einem Protokoll, dass „der Grüne Turm von der Donnerwitterung zerschlagen sei“. Von dem Turm mussten nach 12 Jahren die Glocken in den unterdessen erneuerten Glockenturm umziehen und die Reparatur des Turmes belastete einige weitere Jahre die Stadtkasse. Nach dem J. 1760 erschienen auf dem Turm zum ersten Mal  Uhren. Für den großen Eingriff in die Gestalt des Turmes entschieden sich  die Vertreter der Stadt im J. 1843. Sie ließen den hölzernen Turmrundgang und den ganzen Turm mit neuem Putz versehen. Im J. 1875 beabsichtigte sogar der Stadtrat das ganze Grüne Tor abzureißen wegen einer besseren Verkehrsbedienbarkeit des Hauptplatzes, aber dank des Widerstandes eines Teiles der Öffentlichkeit und der zentralen Wiener Denkmalschutzkommission geschah es nicht. Zum Glück wurden auch einige Jahre später weder die Vorschläge eines wesentlichen Umbaus des Turmes, noch die Absicht wenigstens das Tor abzureißen durchgesetzt, das vom Architekten J. Mocker vorbereitet werden sollte. Im J. 1886 führte der Architekt Fr. Schmoranz hier „nur“ geringe Bauänderungen durch. Eine große Reparatur des Daches musste im J. 1902 unternommen werden und ein Jahr nach der Reparatur des Tores wurde die Frontseite mit einem Relief versehen, auf dem die Szene der Wappensage der Herren von Pardubitz abgebildet ist (Ješek von Pardubitz bei Mailand J. 1158), nach einer Zeichnung von Mikoláš Aleš schuf es der Bildhauer B. Vlček. Die hiesige Gestalt des Grünen Tores ist im Grunde das Ergebnis einer Bauänderung aus dem J. 1912. Damals wurde der Holzrundgang erneuert, von der Ummantelung des Turmes verschwand der Putz, in der Durchfahrt wurde Holzklotzpflaster verlegt und das Zeigerblatt begann auch nachts zu leuchten. Später wurden hier noch weitere Teilbauänderungen bei den Bauänderungen der benachbarten Gebäude durchgeführt.  Das Grüne Tor bewältigte diese große, als auch viele weitere Reparaturen, z. B. eine weitere Reparatur des Daches im J. 1980.  

Die Uhren auf dem Turm des Grünen Tores messen ununterbrochen die ewige Vergänglichkeit der Zeit. Und die prächtige Architektur dieses historischen Denkmales bleibt nicht nur ein Stolz von Pardubitz, aber auch ein Spiegel  für Zeitgenossen. Vom Turmrundgang bietet sich den Besuchern ein interessanter Blick auf das „alte“ und „neue“ Pardubitz.   Die aufgeschlosseneren von euch bringt das „Genius Loci“ zum Nachdenken über die Beziehung des vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen.

Dauerausstellungen

Sehr geehrte Besucher,

beim Aufstieg auf den Aussichtsturm des Grünen Tores können Sie sich in den Zwischenstöcken mit den neu eröffneten Dauerausstellungen aus der Geschichte bekanntmachen, die vor allem für Kinder bestimmt sind. Die Ausstellung mit der Bezeichnung Chronik der Stadt Pardubitz umfasst schon fünf Teile. In einer verständlichen Form stellt es Ihnen Sagen vor, die sich mit der Entstehung des Wappens der Herren von Pardubitz und Herren von Pernstein binden, und führt Sie in die historischen Räume, wo Sie den Chronikschreiber der Stadt, Türmer aber auch den Uhrmeister, der sich um die Turmuhr kümmerte, bei ihrer alltäglichen Arbeit antreffen können.  Die Dauerausstellung stammt aus der Märchenwerkstatt der Künstlerin und Kinderbuchillustratorin Vítězslava Klimtová. Figuren, die sich bewegen, ein Falltor, akustische und leuchtende Kulissen gemeinsam mit einer zauberhaften Atmosphäre des historische Turmes lassen den Besucher für eine Weile das 21. Jahrhundert vergessen und führen uns in die Geschichte zurück.


Uhrmacher

Uhren erschienen auf dem Turm zum ersten Mal im Jahre 1760. Sie befanden sich auf dem ursprünglichen Rathaus. Die zweite Uhr hatte Pardubitz auf dem Schloss. Bis zum heutigen Tage kümmert sich um deren Lauf ein Uhrmacher.


Türmer

Der Turmrundgang des Grünen Tores spielte eine wichtige Rolle im Leben des alten Pardubitz, gerade von hier wurde die Zeit aller Bewohner von einem Nachtwächter, Türmer „abgezählt“. Vom Turmrundgang bietet sich heutzutage ein wunderschöner Blick nicht nur auf das „alte“ und „neue“ Pardubitz, aber auch in die ferne Umgebung. Hinter der Kirche des hl. Bartholomäus zwischen den Bäumen auf den Wällen ist das Areal des Schlosses zu sehen. Dort endete einst die Stadt. Im Westen befindet sich die Friedensstraße (ehemaliger Grüner Platz) und Platz der Republik, wo im 18. Jahrhundert Pferdeställe gebaut wurden. Diese wurden im 19. Jahrhundert aufgelöst, resp. wurden sie an die Stelle des heutigen AFI Palace verschoben. Auf der linken Seite sehen wir das Ostböhmische Theater. Im Osten befindet sich die „alte“ Stadt, wir sehen das Bauwerk von Josef Gočár, die Automatischen Mühlen. Wir  sehen das Adlergebirge (Orlické hory) und wenn der Himmel klar ist, ist oft auch das Riesengebirge (Krkonoše) zu sehen.


Chronikschreiber

Werden auch Sie für eine Weile zum ehrwürdigen Stadtchronikschreiber und schreiben Sie in die gebundene Chronik ihre Botschaft für künftige Generationen.


Sage über die Entstehung des Wappens von Pardubitz

Beim Aufstieg auf den Turm geraten sie inmitten die Schlacht bei Mailand. Sie werden das Getöse des Kampfes hören und die Stadt sehen, die von tapferen böhmischen Kämpfern erobern wird. Alle können sich mit eigenen Augen davon überzeugen, wie es mit dem fallenden Tor und auch der Hälfte des Pferdes war, dass der tapfere Kämpfer Ješek bis in die böhmische Belagerung brachte und vor den König Vladislav niederlegte. Für seine mutige Tat belohnte ihn der König mit einem Wappen, es bestand aus einem roten Feld auf dem die vordere Hälfte eines weißen Reitpferdes mit einem goldenen Zaumzeug und dem linken erhobenen Bein abgebildet war. Dieses Wappen ist auch heutzutage noch das Stattwappen der statutarischen Stadt Pardubitz. 

Und wie war die Sage?

Wenn die böhmischen Hilfstruppen zu Zeiten des Königs Vladislav II. vor der italienischen Stadt Mailand lagerten, schlichen sich einige tapfere Kämpfer der böhmischen Belagerung in die Stadt.  Sie nahmen so viel Beute mit, wie nur möglich war und eilten auf Pferden, die sie in den städtischen Pferdeställen gestohlen haben aus der Stadt, damit sie nicht von den schlafenden Mailänder bemerkt, gefangen genommen und bestraft wurden. Allerdings wurden sie von den Mailändern entdeckt, als sie sich dem offenen Tor näherten.  Diese riefen dem Turmwächter zu, er solle das schwere Gitter herunterlassen und somit ihnen den Weg versperren. Der Turmwächter durchschnitt das Seil, auf dem das Gitter hing, und dies fiel auf ein Pferd, mit dem sich einer der kühnen Kämpfer Ješek verspätete. Das Gitter teilte das Pferd in zwei. Aber Ješek verlor seine Tapferkeit nicht. Er nahm die vordere Hälfte des Pferdes und auch die ergatterte Beute auf seinen Rücken und so beladen lief er bis in die böhmische Belagerung. Dort zeigte er sich dem König Vladislav II. Der König und auch alle um ihn herum standen mit offenem Munde da. Er belohnte Ješek für diese tapfere Tat mit einem Wappen,  es bestand aus einem roten Feld auf dem die vordere Hälfte eines weißen Reitpferdes mit einem goldenen Zaumzeug und dem linken erhobenen Bein abgebildet war. Wenn die Böhmen mit großem Ruhm zurück vom bezwungenen Mailand in ihre Heimat kehrten, erhielt der tapfere Ješek vom König einen Teil des Landes in der Region Prachens (Pracheňsko).


Sage über die Entstehung des Wappens der Herren von Pernstein

Bevor Sie die Holztreppe emporsteigen, stoßen Sie auf einen wütenden Auerochsen, den nur der tapfere Kohlenbrenner Vaněk zähmen kann. Und wie entstand eigentlich das Pernsteiner Wappen, das Sie in Pardubitz auf vielen historischen Denkmälern sehen werden?  

Der Urvater des Adelgeschlechtes der Pernsteiner hieß  Vaněk – Věňava (= Wiede) und stammte aus einer Kohlenbrennersiedlung, die unweit von der heutigen südmährischen Burg Pernstein lag. Der Sage nach trieb sich im Jahre 564 in den Wäldern rundum der Burg Zuberstein (Zubštejn) ein wilder Auerochse umher, der Menschen Schaden brachte und viele von ihnen auch tötete.  Auf der Burg Zuberstein hielt sich gerade der mährische Markgraf Willibald Brandenburg auf und dieser erklärte, dass er denjenigen reicht belohnt wird, der das Land von diesem Auerochsen befreit. Der Kohlenbrenner Vaněk traf den Auerochsen auch mehrmals im Wald, aber jedes Mal gelang es ihm zu fliehen. Eines Tages, als Vaněk wieder vor dem Auerochsen floh, versteckte er sich in seiner Hütte, aber der Auerochse stoß immer wieder gegen die Hütte. Vaněk wusste nicht, was er tun sollte, also begann er den Auerochsen mit Brot zu füttern, das er bei sich hatte. Der Auerochse beruhigte sich nach einer Weile. Danach gab Vaněk ihm jedes Mal, wenn sie im Wald einander trafen, ein Stück Brot, bis sich das Tier so an ihn gewöhnte, dass es sich alles gefallen ließ. Dem zahmen Auerochsen zog Vaněk durch die Nüstern eine Wiede (Seil) hindurch, das er aus Weidezweigen geflochten hatte, und führte den Auerochsen zum Markgrafen auf die Burg Zuberstein. Der Herrscher belohnte Vaněk reich, er überlies ihm das ganze Gebiet, das er an einem Tag vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang zu Fuß  bewältigte. Als Erinnerung an den tapferen Kohlenbrenner Vaněk hatten seine Nachkommen das Recht als Familienwappen den Auerochsenkopf mit einer Wiede in den Nüstern zu benutzen. Die Wiede symbolisierte die Klugheit und Tapferkeit, welche gegen grobe Kraft gewann. Die Ausdauer des Kohlenbrenners Vaněk ließ das Familienmotto der Pernsteiner entstehen „Wer ausdauert, gewinnt“.

Ausstellungen

September - Dezember

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